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Creative Wednesday 28.6.2017

Digitaler Workflow in der Kreativwirtschaft – Was ändert sich, was bleibt?

Am 28.6.2017 fand im Imact Hub ein Event der besonderen Art statt. Vier berufserfahrene Kreative aus der Stadt Zürich nutzten dabei die Gelegenheit, ausführlich über die Veränderungen durch die Digitalisierung in ihren Berufszweigen und der Branche zu diskutieren. Daniel Frei führte wie gewohnt sicher und mit prägnanten Fragen und Anmerkungen durch den gelungenen Abend und zeigte auch insbesondere durch die interessante Auswahl der geladenen Gäste, inwiefern sich ihre Arbeit verändert hat und inwiefern eben doch alles beim Alten geblieben ist.

Den Auftakt machte Andrea Holle, Gründerin und Direktorin vom Mobil Motion Film Festival . Ein Filmfestival, das sich ganz der digitalen Filmtechnik mit mobilen Telefonen verschrieben hat. Einst von der Filmbranche kaum beachtet, hat sich aufgrund immer besser werdenden Mobil-Telefonen eine beachtliche Plattform für Mobile-Filme entwickelt. Geringe Kosten und die digitale Verbreitung auf Kanälen wie Youtube und Vimeo haben den Weg geebnet für dieses Genre. Im Vordegrund stehen grosse Ideen und Kreativität, weniger grosse Budgets. Nach dem Motto, jeder kann heutzutage einen Film machen, zeigt das MoMo jährlich einen imposanten Showcase an Filmen, die gänzlich auf mobilen Telefonen gedreht wurden. Konsequenterweise setzen auch die Marketing-Aktivitäten komplett auf digitale Medien und soziale Netzwerke.

Als nächste Rednerin war Irene Stutz am Zug; sie ist Geschäftsführerin der Signito GmbH, ein Unternehmen, das sich hauptsächlich der Signaletik verschrieben hat und in Teilbereichen noch analog arbeitet. Trotz 3D Visualisierungen in der Architektur ist es unerlässlich, so die gelernte Grafikerin, sich traditionellen Mitteln wie Bauplänen und aus Karton und anderen Materialien gefertigten Dummies zu bedienen. Letzten Endes sind es die Handarbeit, das Anfassen, das Sehen, welche die Kunden überzeugen. Dennoch sind 3D Animationen hilfreich, um Visualisierungen zu simulieren. Auch hat sich das Kundenverhalten verändert: so wollen Kundinnen und Kunden mehr und mehr bei der Konzeption mitwirken und haben genaue Vorstellungen, wie die Signaletik eingesetzt werden soll.

Ganz und gar digital arbeitet Tabela Iseli, Gamedesignerin und Produktemanagerin bei Gbanga. Die gelernte Game-Entwicklerin sieht in der digitalen Welt ihre Bestimmung, obwohl sie sich auch durchaus vorstellen könnte, mal ein Brettspiel zu entwickeln. Die Stärken der Gamifizierung sieht sie vor allem in der Möglichkeit, ungewohnte Lebenssituationen virtuell und spielerisch zu durchleben. Wie lebt es sich als alter Mensch? Was wäre, wenn ich Krebs hätte? Wie wäre es, wenn ich verschuldet wäre? Diese Situationen spielerisch zu erleben, wie sie sagt, erlaubt es, Grenzsituationen kennenzulernen, ohne sich beispielsweise gleich im realen Leben zu verschulden. Dem Trend, mittels den digitalen Möglichkeiten alles selbst zu machen , hält sie entgegen, dass Konzeption und gute Kontakte nach wie vor wichtige Erfolgselemente sind.

Den Abschluss machte Robin Hanhart .Der Illustrator und Designer, der sich vor ein paar Jahren einen Laser Cutter anschaffte, entwirft neben seinenAuftragsarbeiten für Architekten und Werbeagenturen eindrucksvolle Kunstkarten und –objekte. Der Laser Cutter arbeitet extrem präzise und man kann praktisch jedes Material einsetzen, so Robin. Auch Experimente mit Früchten hat der Inhaber des Laser-Ateliers schon durchgeführt. In seinem Shop bietet er von alten Karten in 3D Strukturen bis zu “recycelten” Büchern diverse Kunstgegenstände zum Kauf an. Reich sei er damit jedoch noch nicht geworden, so der sympatische Künstler.

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