Publizieren im 21. Jh. – Chapter #2 – Lars Müller

Die zweite Ausgabe der kleinen Eventserie zum Überthema „Publizieren im 21. Jahrhundert“ hat als Gast den in Zürich basierten Verleger Lars Müller geladen. Unter der Perspektive „Von Zürich in die Welt und zurück“ ist die Geschichte seines Verlages Lars Müller Publishers beleuchtet und mit einer Auswahl publizierter Bücher veranschaulicht worden.

In die Welt und zurück bezieht sich auf die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Publika und Angeboten. Ein Buch über das Zürcher Unternehmen der Freitag-Brüder, das in Japan Fans findet, und ein Buch über Kenya Hara, das der deutschsprachigen Leserschaft vorgelegt werden will. So finden Publikationen weit über die Grenzen der Stadt Anerkennung und Verbreitung.

Die Geschichte von Lars Müller beginnt noch im gänzlich analogen Zeitalter. Ausgebildet als Gestalter, wird er zum Verleger. Bei seinen Erzählungen wird klar, wie sehr er das Medium Buch schätzt. „Nur das Buch als Medium ist dazu gedacht Dauer zu haben“ – das sei eine der wichtigsten Aussagen, die man ihm auf den Weg gegeben hat.

Die Krux im Verlegertum: Das Buch ist ein „unvernünftiges Ding“. Man investiert immer 100% ohne zu wissen, ob es ein Bestseller oder ein Flop wird.

Was Lars Müller an Zürich schätzt, ist die paradoxe Situation der Bücherläden. Wie es scheint, gehen nur in Zürich noch neue Buchläden auf. Assortierte und fachkundige Geschäfte, die einem das Schmökern durch eine schöne Auslage (wieder) schmackhaft machen und einem mit der Qual der Wahl zurücklassen, welches der drei favorisierten Bücher man kauft und mit nach Hause nimmt. Im Gegensatz zu Online-Buchläden geht man in analogen Buchgeschäften nicht, um vorsätzlich einzukaufen, sondern um sich erst überzeugen zu lassen.

Interessiert? Bald findet im Kosmos Chapter #3 statt.

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