Schmieren & Kleben

Schmiererei als Kunst? Seit dem Jahr 1976 führt die Stadtpolizei Zürich eine Kartei mit dem Namen „Schmieren und Kleben“. Hier drin werden folgende Tatbestände, welche als Sachbeschädigung deklariert sind, festgehalten: politische Parolen, Farbmalereien, gesprayte Sprüche oder illegale Kunstaktionen wie zum Beispiel vom Harald Nägeli, welcher als Sprayer von Zürich und Künstler bekannt ist.

Nochmals die Frage: Schmiererei als Kunst? Während sich die einen aufregen und Sprayereien als Vandalismus und Sachbeschädigung abtun, erfreuen sich andere an den Wandbemalungen und schätzen die teils politischen und aktivistischen Parolen und Kritzeleien. Die Meinungen mögen auseinander gehen, das Buch «Schmieren / Kleben – Aus dem Archiv der Stadtpolizei Zürich 1976–1989» dokumentiert aber ein wichtiges Stück Zürcher Stadtgeschichte. Denn die sogenannten Schmierereien sind immer auch Zeitzeugnisse von politischen Bewegungen. Sorgsam gesammelte Fotografien von mehr als 10 Jahren Strassenmalereien werden im Buch dargestellt, mit der Frauen- oder Antiatombewegung verknüpft, als Ausdruck von Subkulturen eingeordnet und als eine Reflektion von internationalen Themen und Konflikten gedeutet.

Das Buch wird am 26. April 2018 um 20 Uhr im Kosmos vorgestellt. Mit dabei: Patrick Frey, dessen Verlag Edition Patrick Frey, das Buch verlegt. Er liest selbst einige der gesammelten Sprayparolen aus dem Buch vor!

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